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Keller

Flexibilität und eine optimale Ausnutzung der Grundstücksfläche sind für viele Bauherren gute Gründe, einen Keller in ihren Neubau zu integrieren. Ob und wie ein Keller errichtet werden kann, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Felsiger Boden oder ein hoher Grundwasserspiegel können enorme Kosten verursachen, sodass es sinnvoll sein kann, den Keller wegzulassen. In jedem Falle ist bei der Planung eines Kellers größte Sorgfalt geboten. Von der Materialwahl über den Konstruktionsaufbau bis zur Heizungs- und Lüftungsplanung.

Raum zur Entfaltung

Neben der klassischen Nutzung als Lagerraum oder zur Unterbringung des Heizsystems bietet ein Keller viele weitere Nutzungsmöglichkeiten – direkt nach dem Bau, oder auch erst in späteren Jahren:

  • Zusätzlicher Wohnraum
  • Waschküche
  • Gäste- oder Einliegerwohnung
  • Spielzimmer
  • Jugendzimmer
  • Erste "eigene Wohnung"
  • Werkstatt
  • Hobbyraum
  • Wellnessbereich
  • Partyraum
  • Home-Office

Kellertreppen

Aus Sicherheitsgründen sollte die Treppe vom Keller ins Erdgeschoß massiv ausgeführt werden. Im Regelfall bedingt die Treppenform aufwendige Schalungs-, Unterstellungs-, Armierungs- und Betonarbeiten. Die wirtschaftlichste Form ist der Einbau einer Fertigtreppe, die nach Plan in jeder Form und hoher Betonqualität fix und fertig an die Baustelle geliefert wird. Das Versetzen erfolgt punktgenau und ist in einer Stunde erledigt.

Tageslicht und Lüftung

Am Tageslichteinfall bemisst sich die Qualität in einem Wohnkeller: Je heller die Räume sind, umso freundlicher wirken sie und desto besser ist auch das Klima. Denn breite Lichtschächte und große Kellerfenster bringen nicht nur Licht ins Untergeschoss –, auch das Lüften wird hiermit erst möglich.
Die meisten Neubauten werden mit einem Hochkeller geplant. Ein solcher Keller ragt etwa 50 bis 100 Zentimeter aus dem Boden heraus, benötigt nur wenig Erdaushub und gilt als kostengünstigste und angenehmste Kellervariante. Aber auch im Zuge einer Kellermodernisierung ist es oft möglich, größere Lichtschächte einzusetzen. Ist dies nicht der Fall, lässt sich die Luftversorgung auch durch Kellerlüfter verbessern.

Günstiger (Wohn-) Raum im Keller

Ca. 40.000 bis 60.000 Euro kostet ein ca. 100 m² großer, voll ausgebauter gemauerter Keller. Das sind Quadrat­meter­preise um 500 Euro. Zum Vergleich: Die Quadratmeter­preise für ein Erdgeschoss liegen um 2.000 Euro. Ergo: Für nur ca. 15 % Mehrkosten im Gesamtetat Ihres Neubaus erhalten Sie rund 30 % mehr Gesamtnutzfläche!

    Keller – Ja oder Nein?

    Wer ein Haus baut, muss entscheiden, ob ein Keller Sinn macht. Preisgründe sprechen erst einmal gegen den Keller. Die zusätzlichen ca. 30.000 Euro, die Sie für Aushub und Rohkeller bereitstellen müssen, sehen auf den ersten Blick teuer aus. Gerade in Regionen, in denen die Grundstückspreise sehr hoch sind, kann ein Keller aber auch helfen, den Geldbeutel zu schonen. Ob ein Keller sinnvoll ist, hängt in jedem Fall von vielen verschiedenen Faktoren ab. Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Aspekte aufgelistet:

    Pro

    • Mehr Stauraum und Wohnfläche auch auf kleinen Grundstücken möglich
    • Deutlich höherer Marktwert als bei kellerlosem Haus
    • Besseres Wohnklima durch die Minderung von Temperaturschwankungen in den darüberliegenden Räumen

    Contra

    • Höhere Baukosten (Bodenaushub, Kellerwände, Abdichtung zum Erdreich etc.)
    • Längere Bauzeit
    • Schwierigere Versorgung mit Tageslicht
    • Barrierefreier Zugang oft nur kostenintensiv realisierbar

    Fundament

    Das Fundament ist die konstruktive und statische Ausbildung des Übergangs zwischen Bauwerk und Boden. Die wichtigste Aufgabe des Fundaments ist es, alle Lasten aus dem Bauwerk auf den Boden zu übertragen und dort gleichmäßig zu verteilen. Dabei wird zwischen nicht tragenden Kellerbodenplatten und Fundamentplatten unterschieden, die bei Gebäuden ohne Keller zum Einsatz kommen.

    Der Keller bestimmt das Fundament

    Wie das Fundemant eines Gebäudes beschaffen sein muss, hängt in erster Linie davon ab, ob das Gebäude unterkellert werden soll oder nicht. Denn im Gegensatz zur nicht tragenden Kellerplatte muss die tragende Bodenplatte besonders stabil sein, da sie eine wichtige Rolle für die Statik spielt und das gesamte Gewicht des Bauwerks gleichmäßig auf den Boden verteilen muss. Auch das Gewicht des Hauses und die Tragfähigkeit des Bodens spielen eine entscheidende Rolle bei der Planung des Fundaments. Die Tragfähigkeit muss von einem Sachverständigen im Vorfeld des Bauvorhabens, in Form eines Bodengutachtens, ermittelt werden.

    Ein Haus ohne Keller und nur mit Fundamentbetonplatte zu bauen, hat viele Vorteile. An erster Stelle ist die Kostenersparnis zu nennen, denn selbst eine gedämmte Bodenplatte mit integrierter Fußbodenheizung ist deutlich günstiger als ein ganzer Keller. Vor allem bei hohem Grundwasserspiegel ist eine Bodenplatte einem Keller vorzuziehen, weil das Grundwasser gegen die Kellerwände drücken würde.

    Auf der anderen Seite hat ein Haus mit einfacher Bodenplatte und ohne Keller auch einige Nachteile. Zuerst ist eine bessere Betonqualität notwendig, wenn man sich für eine stabile Fundamentplatte entscheidet. Zudem ist die Dämmung einer Fundamentbetonplatte oft kostspieliger als die Dämmung eines Kellers, was man bei der Budgetplanung nicht vergessen darf. Ein Eigenheim ohne Keller muss außerdem größer gebaut werden, um die gleiche Nutzfläche zu erhalten, was die Baukosten wiederum in die Höhe treibt.

    Thermobodenplatten

    Gerade wenn ein Haus keinen Keller hat, muss das Augenmerk auf eine besonders gute Dämmung der Fundamentplatte gelegt werden – vor allem, wenn man sich ein Energiesparhaus oder gar ein Passivhaus wünscht. In diesem Fall lohnt sich ein Blick auf Thermobodenplatten. Sie verfügen über eine integrierte Flächenheizung, sodass die Fundamentbetonplatte nicht nur wärmegedämmt ist, sondern sogar Wärme abgeben kann. Aufgrund der Flächenheizung ist kein nachträglich aufzubringender Heizestrich nötig und auch Abwasser- und Frischwasserleitungen sind bereits in der Thermoplatte eingelassen.

    Für eine Thermobodenplatte wird zunächst eine kapillarbrechende Schotterschicht auf den Grund aufgebracht, damit sich bei Frost- und Tauwechsel unterhalb der Dämmschicht keine Bewegungen im Boden ergeben. Zudem werden häufig zwei Lagen Hartschaum aufgebracht, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit und Kälte zu verhindern. Dabei ist zu beachten, dass die Wärmedämmung gerade bei einer Thermobodenplatte auch die Seiten gut umschließt, damit es keine Wärmebrücken gibt. Die Flächenheizung der Thermobodenplatte sollte außerdem möglichst auf Niedrigtemperaturbasis arbeiten und es sollte für jeden Raum einen eigenen Heizkreis geben, um die Raumtemperaturen individuell regeln zu können.


    Abdichtung & Dämmung

    Eine eigene Sauna, ein Spielzimmer für die Kinder, ein Partyraum für die Teenies, Arbeits-, Hobby- oder Gästezimmer: Ganz gleich für welchen Zweck –, damit aus einem Keller ein Lebens- und Wohlfühlraum wird, muss vor allem das Wohnklima stimmen und der Keller trocken sein. Das erfordert eine normgerechte Abdichtung gegen eindringende Feuchtigkeit aus dem umgebenden Erdreich. Diese Abdichtung erfolgt im besten Fall dort, wo der Keller direkt mit dem Wasser in Berührung kommt: An der Außenseite.

    Schwarze Wanne

    Die meisten Wohnhauskeller in Deutschland haben zwar eine Bodenplatte aus Beton, sie bestehen aber ansonsten aus gemauerten Außenwänden, die zunächst einmal mehr oder weniger wasserdurchlässig sind. Deshalb wird das Mauerwerk von außen durch eine vollflächige Dichtungshaut geschützt – meist auf Basis von schwarzen Bitumenbaustoffen. Als Alternative zu Bitumen werden heute auch häufig Kunststoffbahnen zur Abdichtung sowohl der Bodenplatte als auch der Kellerwände eingesetzt.

    Pro

    • Günstigere Baukosten
    • Bewährtes System mit langjährigen Erfahrungswerten auf Seiten der Baufirmen
    • Ggf. nötige Nachbesserungen sind einfacher realisierbar als bei der weißen Wanne

    Contra

    • Kürzere Lebensdauer von ca. 40 bis 50 Jahren
    • Längere Bauzeit – vor allem im Vergleich zur weißen Wanne aus Fertigbauteilen

    Weiße Wanne

    Hier sind schwarze Bitumenbaustoffe oder Kunststoffbahnen zur Außenabdichtung völlig überflüssig. Stattdessen bieten die Kellerwände selbst den notwendigen Schutz, weil sie – ebenso wie die Bodenplatte – aus wasserundurchlässigem Beton bestehen (WU-Beton). Weiße Wannen werden entweder auf der Baustelle aus frischem Beton gegossen oder aber aus Betonfertigteilen zusammengesetzt. Die Fugen zwischen Bodenplatte und Wänden werden mit wasserdichten Fugenbändern abgedichtet.

    Pro

    • Extrem haltbar – Lebensdauer von 60 bis 80 Jahren
    • In der Regel keine zusätzlichen Drainagen nötig
    • Verkürzung der Bauzeit durch Wegfall der nachträglichen Abdichtung
    • Witterungsunabhängigkeit

    Contra

    • Höhere Kosten
    • Aufwendigere Planung und anspruchsvollere Konstruktion – ggf. nur durch Spezialfirmen umsetzbar

    Sichere Rohrdurchführungen

    Rohrdurchführungssysteme mit abgestimmten Boden- und Wandelementen machen den Wasserschutz am Haus perfekt. Ihr Dichtprofil sorgt für einen wasserdichten Anschluss zwischen Wand und Kanalgrundrohr. Ein zusätzlicher Einsatz dichtet das Kanalgrundrohr gegen die durchführenden Gas-, Wasser- oder Abwasserrohre sowie Kabel ab. Damit hat Wasser keine Chance, ins Haus einzudringen.

      Bitumen-Dickbeschichtung

      Bitumen-Dickbeschichtung

      Moderne Bitumen-Dickbeschichtungen werden mit polymeren oder elastomeren Kunststoffen vermischt. Das verringert die Sprödigkeit bei tiefen Temperaturen, erhöht die Verformungsbeständigkeit, verbessert die elastische Rückverformung nach physikalischen Belastungen und ermöglicht einen leichten, gleichmäßigen Auftrag auch bei hohen Schichtdicken.

        Bitumen-Dichtbahnen

        Bitumen-Dichtbahnen

        Modernste Abdichtungstechnik bieten kaltselbstklebende Bitumen-Dichtbahnen (KSK). Aufgrund ihrer hohen Klebkraft und sehr guten Formbarkeit lassen sich diese sehr einfach und sicher verarbeiten, auch bei niedrigen Temperaturen von bis zu – 5 °C. Als Sofortlösung sind Dichtbahnen die schnellste Abdichtungsart.

         

          Mineralische Dichtschlämme

          Mineralische Dichtschlämme

          Eine Alternative zu Bitumen für die Abdichtung erdberührter Bauteile sind bitumenfreie mineralische Dichtschlämme (MDS). Sie punkten neben hervorragender Haftung durch klimaunabhängige, schnelle und nahezu verlustfreie Durchtrocknung auch mit ihrer universellen Anwendung – als Flächen-, Sockel-  und Horizontalabdichtung.

            Noppenbahnen

            Dörken GmbH & Co. KGKelleraußenwand mit Perimeterdämmung und Noppenbahn

            Noppenbahnen

            Grundsätzlich trennt eine Noppenbahn erdberührte Kellerwände vom Erdreich. Dabei schützt sie die Abdichtung der Kellerwand vor Beschädigung, Oberflächen- und Sickerwasser. Um Wasser ableiten zu können, ist zusätzlich ein Filtervlies auf den Noppen aufgeschweißt. Dieses verhindert, dass Feinbestandteile aus dem Erdreich in die Noppenstruktur eingeschlämmt werden und die Dränschicht zusetzen. Die Sickerschicht bleibt auf diese Weise frei von Schlamm und leitet das Wasser ab.

              Noppenbahnprofile

              Noppenbahnprofile

              Werden zum Schutz der Kellerwände gegen Feuchtigkeit Noppenbahnen eingesetzt, ist der Übergang von der Bahn zur Putzfassade ein meist vernachlässigtes Detail und oft der Grund für herausstehende und ausgefranste Noppenbahnenden. Mit Noppenbahnprofilen kann dieses Problem einfach behoben und ein dauerhaft formschöner Übergang im Sockelbereich geschaffen werden. Neuartige Noppenbahnprofile aus Edelstahl bilden beim Verputzen der Hauswand die Basis für einen formschönen und modernen Abschluss der Putzfassade. Ein auskragender Profilschenkel nimmt die Noppenbahn sicher auf und schützt effektiv vor Feuchtigkeit und Fremdkörpern.

              Eine Alternative sind Abdeckprofile aus Aluminium und PVC. Diese decken die Noppenbahnen um das Gebäude ab und stellen eine optisch saubere Trennung zwischen erdberührtem Bereich und Fassadenfläche bzw. Sockelfläche her.

              Perimeterdämmung

              Perimeterdämmung nennt man die Wärmedämmung erdberührter Bauteile an ihrer Außenseite – entweder unterhalb der Bodenplatte oder an der Außenseite der Kellerwände. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Abdichtung für Kelleraußenwände und ersetzt diese auch nicht. Stattdessen wird die Dämmung von außen auf die hundertprozentig wasserdichte Abdichtungsschicht geklebt, sie ergänzt diese also. Während die Kellerabdichtung sicherstellt, dass garantiert keine Feuchtigkeit aus dem Erdreich in den Baukörper eindringen kann, sorgt die Perimeterdämmung zusätzlich für Wärmeschutz. Ohne diese Isolationsschicht würde zum Beispiel in beheizten Wohnkellern die Heizwärme in den Wintermonaten sehr rasch in das kühlere Erdreich "abfließen".

              Bei unbeheizten Kellern sorgt die Perimeterdämmung dafür, dass die Oberfläche der Innenraumwände nicht zu stark abkühlt. Damit wird verhindert, dass die Raumluftfeuchtigkeit an den Kellerinnenwänden als flüssiges Wasser kondensiert, was die Entstehung von Schimmelpilzen begünstigen würde. Angesichts der hohen Anforderungen dominieren bei der Perimeterdämmung vor allem Platten aus XPS (extrudiertes Polystyrol). Dieser extrem leistungsstarke, lastabtragende Allrounder widersteht hohem Druck, extremer Kälte und dauerhafter Feuchtigkeit. Daneben ist auch Glasschaum weit verbreitet. Dieser diffusionsdichte, hochfeste und unbrennbare Leichtbaustoff besteht zu 100 % aus Recyclingglas. Für die Dämmung der Wände kommt er in Form von Platten und unterhalb der Bodenplatte in Form von Glasschaum-Granulat zum Einsatz.

              Kellerdeckendämmung

              Unbeheizter Keller und Kälte, die bis in das Erdgeschoss zieht – viele Hausbesitzer kennen das Problem und kämpfen mit hohen Heizkosten. Die Dämmung der Kellerdecke bringt eine sofortige Einsparung der Heizkosten von bis zu 15 % und ist sehr einfach in Eigenleistung umsetzbar. Die Kosten sind dabei relativ überschaubar: Einfache Dämmplatten sind – abhängig vom verwendeten Material und der benötigten Dämmstärke – schon ab unter 20 Euro/m² erhältlich. Sie können aus verschiedensten Systemen wählen – mit unterschiedlichen Dämm-Materialien, abgestimmt auf den jeweiligen Bedarf.

              Eignet sich die Kellerdecke zum Beispiel nicht für eine Verklebung, gibt es auch Dämmplatten, die verdübelt oder verschraubt werden. Grundsätzlich muss nur geklärt werden, ob die Kellerräume intensiv genutzt werden – zum Beispiel als Büro – und die Dämmung daher auch optisch höheren Ansprüchen genügen muss. In diesem Fall kann man die gedämmte Kellerdecke streichen, mit Gipsbauplatten verkleiden oder verwendet gleich Dämmplatten mit Farbbeschichtung oder aufkaschierter Bekleidung.


              Lichtschächte

              Lichtschächte sollen nicht nur die Licht- und Luftausbeute für die dahinterliegenden Räume vergrößern. Sie sollen zugleich Erdreich, Laub, Staub und Wasser fernhalten. Wirtschaftliche Lösung: komplette Systeme mit speziellen Dichtbändern und Dämmelementen. Sie sind wasserdicht, helfen beim Energiesparen und vermeiden Wärmebrücken.

              Moderne Lichtschacht-Systeme machen das Leben auf der Baustelle leichter und im Haus sicherer. Mit sorgfältig abgestimmten Komponenten, lassen sie sich druckwasserdicht und wärmebrückenfrei montieren – der Keller bleibt auch rund um das Fenster warm bzw. trocken.

              Die Lichtschachtkörper können aus GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) und aus Beton bestehen. Betonlichtschächte können praktisch in jeder beliebigen Größe hergestellt werden und sind hochbelastbar, bis hin zur Befahrbarkeit durch Lkws. Ihr hohes Eigengewicht macht für die Montage jedoch einen Baukran erforderlich. Während der Bauphase ist der Betonlichtschacht entsprechend unempfindlich gegenüber schwerem Baugerät, etwa beim Hinterfüllen und Verdichten der Baugrube.

              Lichtschächte aus Kunststoff haben den Vorteil ihres geringen Eigengewichts. So kann die Montage am Rohbau oder auch nachträglich am fertigen Haus in der Regel ohne Kran durchgeführt werden. Ihre Dimension ist aufgrund der geringeren Stabilität des Kunststoffs gegenüber Beton begrenzt. Die Farbe des Kunststofflichtschachts ist weiß, seine Geometrie gewölbt, wodurch die Lichtausbeute groß ist.

              Lichtschachtabdeckung

              Auch Regenwasser, das von der Fassade bzw. Schlagregenwasser, das direkt in den Lichtschacht läuft, verursacht Schäden an Keller und Fundament. Clevere Abdeckungen sind lichtdurchlässig, verhindern aber, dass Kleintiere, Schmutz und Regen in den Lichtschacht gelangen. Die Abdeckungen werden auf den vorhandenen Gitterrost montiert. Eine klappbare Glasabdeckung wird geneigt montiert und bietet zusätzlichen Schutz.


              Entwässerung

              Millionen deutsche Hausbesitzer und Bauherren sind von Rückstauschäden bedroht – sie wissen es nur noch nicht. Das Problem: Bei schweren Niederschlägen staut sich das Abwasser aus dem Kanal in den angeschlossenen Leitungen der Häuser zurück bis zur sogenannten Rückstauebene. Gemeint ist die Höhe der Straßenoberkante. Tiefer liegende Räume im Souterrain oder Keller können somit schnell geflutet werden.

              Keller

              Entwässerungsanlagen wie Bodenabläufe, Waschmaschinen, Waschbecken, Duschen oder WC, die unterhalb der Rückstauebene liegen, müssen daher wirkungsvoll und dauerhaft gegen Rückstau geschützt sein. Abwasser, das mit freiem Gefälle zum Kanal anfällt, kann über einen Rückstauverschluss abgesichert werden. Liegt der öffentliche Kanal höher als die Ablaufstelle, muss das Abwasser über eine vollautomatische Hebeanlage nach oben gepumpt werden. Besonders beim Neubau bietet sich der homogene Einbau in die Bodenplatte eines Gebäudes an. Neben ästhetischen Aspekten ist hier vor allem der Wohnraumgewinn ein entscheidender Vorteil. Für den Verbau in sogenanntem WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton) gibt es die entsprechenden Abdichtungssets für den Schutz vor drückendem Grundwasser.

              Lichtschächte

              Abhängig von der Einbausituation können Lichtschächte mit oder ohne Boden verbaut werden – und der Boden wiederum mit oder ohne Entwässerungsöffnung. Wird ein Ablauf zum Kanal angeschlossen, sollte eine Rückstausicherung eingebaut werden, die verhindert, dass zurückdrückendes Wasser die Öffnung in einen Springbrunnen verwandelt und zudem als Geruchssperre dient. Bei vielen Systemen ist der Grundkörper der Rückstausicherung bereits werksseitig im Lichtschacht verbaut.

              Kellerfenster

              MEA Bautechnik GmbH Geschäftsbereich MEA BausystemeSpezielles Zargenfenster für garantierte Hochwasserdichtigkeit bis zu einem Wasserpegel von mind. 130 cm

              Kellerfenster

              Schon kleinere, temporäre Überflutungen – wie sie in Deutschland immer häufiger auftreten – können für Hauseigentümer ärgerliche und kostspielige Konsequenzen haben, wenn Wasser über Lichtschächte und Kellerfenster ins Haus eindringt und schnell erhebliche Schäden verursacht. Die Lösung sind hochwasserbeständige Zargenfenster, die auch stärkerem Wasserdruck standhalten: Durch spezielle Dichtsysteme an Zarge, Blendrahmen und Flügel, eine Zwei- oder Dreifachver­glasung sowie optional einen zusätzlich umlaufenden Dichtflansch außen an der Zarge.