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Innentüren

Türen prägen die Gesamtatmosphäre eines Raumes, begünstigen die Wärmeisolierung, stoppen Zugluft und bleiben für lange Zeit im Einsatz. Mit welcher Tür möchten Sie leben? Welche funktionellen Aspekte soll sie erfüllen, wie stellen Sie sich Form und Optik vor? Aufgrund unterschiedlicher Eigenschaften verschiedener Türarten gibt es für jedes Vorhaben, jeden Einsatzbereich oder Zweck die passende Tür. Finden Sie Ihre!

HUGA KG

Die Tür und ihre Bestandteile

Eine Tür setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Die wichtigsten Elemente sind das Türblatt und die Zarge. Die Zarge bildet den stabilen Rahmen in der Wandöffnung. Für Beweglichkeit sorgen Bänder in zwei- oder drei­teiliger Ausführung; sie sind die Bindeglieder zwischen Zarge und Türblatt. Zum Öffnen und Schließen der Tür wird der Drücker benötigt. Tür­drücker, umgangssprachlich auch Türklinken genannt, sind in vielen Stilen und Designs erhältlich. Weitere Bestandteile der Tür sind das Schloss und das Schließblech. Beim Türschloss unterscheidet man zwischen BB-Schloss (Buntbart), PZ-Schloss (Profilzylinder) und WC-Schloss.

  • Zarge
  • Türblatt
  • Türschloss
  • Türfalz
  • Bänder
  • Türdrücker
  • Schließblech

Klimaklassen von Innentüren

Unterschiedliche Temperatur und Luftfeuchtigkeit können zur Folge haben, dass sich ein Türblatt verzieht. Die Klimaklassen nach DIN EN 1121 geben Auskunft darüber, welchen Temperaturunterschieden die Innentür standhält. Je nach vorherrschenden Bedingungen kommt eine andere Klimakategorie infrage. Orientieren Sie sich daran, können Sie lange Zeit auf die einwandfreie Funktionalität und Dichte Ihrer Türen zählen.

Gängig erhältliche Innentüren mit der Klimaklasse 1 können problemlos im privaten Wohnbereich eingesetzt werden.

Für das Badezimmer und auch für Schlafzimmer mit niedrigeren Schlaftemperaturen ist die Klimaklasse 2 optimal geeignet.

Wohnungseingangstüren und Verbindungstüren zu Kaltbereichen wie Garage, Keller oder einem ungedämmten Dachgeschoss sollten die Klimaklasse 3 aufweisen.

KlimaklasseTemperaturunterschied    Feuchtigkeitsunterschied
1bis 5 °Cbis 20 %
2bis 10 °Cbis 35 %
3bis 20 °Cbis 55 %

Konstruktionsweisen

Das Innenleben

Die Qualität steckt im Verborgenen: Das Innere einer Tür, auch Einlage genannt, bestimmt über Stabilität, Gewicht, Schall- und Wärmeschutz ­sowie Nachhaltigkeit des Bauelements. Es werden fünf Konstruktionsweisen ­unterschieden.

Wabe

Wabe

Die Einlage der Tür besteht aus gestärkter Pappe, angeordnet in einer stabilisierenden Wabenstruktur. Aufgrund ihrer Einfachheit ist diese Konstruktion günstig in der Anschaffung, gleichzeitig aber auch anfällig für Beschädigungen.

    Röhren­spanstreifen

    Röhren­spanstreifen

    Röhrenspanstreifen sind Türeinlagen, die aus Spanplattenstreifen bestehen. Sie sind deutlich stabiler als Wabeneinlagen und halten durchschnittlicher mechanischer Beanspruchung stand.

      Röhrenspankern

      Röhrenspankern

      Bei Türen mit Röhrenspankern besteht das Innere aus einer vollflächigen Spanplatte, die mit Röhren ausgebohrt wurde. Die hochwertige Einlage überzeugt mit einer hohen Stabilität und einer guten Geräuschdämmung.

        Vollspan

        Vollspan

        Die Vollspaneinlage kommt immer dann zum Einsatz, wenn Ansprüche an ein Türblatt gestellt werden, die über den reinen Sichtschutz hinausgehen. Klassisches Anwendungsgebiet der Vollspaneinlage ist die Wohnungseingangstür.

          Massivholz

          Massivholz

          Im Bereich der Füllungstüren, z. B. bei Landhaustüren, wird in der Regel Massivholz wie Fichte oder Kiefer verwendet. Füllungen aus Holz oder Glas können von Friesen (Rahmenteilen) umschlossen bzw. unterteilt werden.

            CPL

            CPL-Türen besitzen eine hochwertige Kunststoffoberfläche und sind empfehlenswert, wenn die Türen im Alltag vielen Belastungen ausgesetzt sind. Sie sind robust, widerstandsfähig, farb- und lichtecht und halten Kratzern ebenso stand wie Malstiften. Leichte Verschmutzungen lassen sich einfach abwischen. CPL-Oberflächen werden in Unifarben oder mit täuschend echten Holzreproduktionen angeboten.

            HPL

            HPL-Türen werden selbst den höchsten Anforderungen gerecht und sind noch eine Spur robuster als CPL- Türen. Das High-Pressure-Laminat (zu Deutsch: Hochdrucklaminat) ist überaus strapazierfähig, pflegeleicht, hitzebeständig sowie kratz-, stoß- und abriebfest. Türen aus diesem Material sind in den unterschiedlichsten Farben und Dekoren erhältlich.

            Lackierung

            Oberflächen in allen erdenklichen Farben und Schutz für hochwertige Furniere und Massivholztüren – Lackierungen bieten beides. Mithilfe moderner Walz- und Spritzverfahren sowie UV-härtenden, umweltschonenden Lacken entstehen langlebige, robuste und pflegeleichte Oberflächen. Die sogenannte Weißlacktür erfreut sich besonders großer Beliebtheit.

            Holzfurniere

            Bei Holzfurnier-Türen besteht die Oberfläche aus einem edlen, dünnen Holzdeckblatt, welches entsteht, wenn ein Baumstamm in viele feine Lagen geschnitten wird. Jede Furniertür ist ein Unikat mit einzigartiger Maserung. Eine Lackierung schützt die schöne Oberfläche vor Beschädigungen.

            Massivholz

            Bei der Massivholztür bildet das verwendete Holz – neben der Einlage – auch die Oberfläche selbst. Verschiedene Möglichkeiten der Bearbeitung fügen zur Farbe und Maserung weitere interessante Akzente hinzu. Die Holzoberfläche kann unbehandelt bleiben oder mit Lacken und Ölen bearbeitet werden. Kleine Macken lassen sich beheben. Unberührt versprühen sie jedoch ein charmantes Vintage-Flair.

            Glastüren

            Glastüren lassen Tageslicht in die Wohnräume und vergrößern sie optisch. Funktional gesehen trennen sie Räume und verbinden sie visuell. Sie eignen sich als Innentür, Schiebetür oder Ganzglastüranlage. Eine Ganzglastür besteht komplett aus Einscheiben- oder Verbundsicherheitsglas. Das Türblatt bildet eine rahmenlose Glasfläche. Mit Lackierung, Siebdruck, Rillenschliff, Filigranmattierung oder Motivgläsern können Flächen kreativ gestaltet werden.

            Metalltüren

            Metalltüren aus Eisen und Stahl erfüllen in erster Linie praktische Zwecke. Sie werden daher vorwiegend als Keller- und Sicherheitstüren eingesetzt. Aber auch im Haus bzw. in der Wohnung kommen Türen aus unterschiedlichen Metallen als Funktionstüren zum Einsatz. Die Oberfläche dieser Türart wird häufig pulverbeschichtet und bietet so eine Vielzahl von Farbvarianten zur Auswahl.

            Türvarianten

            Drehtüren

            Drehtüren sind klassische Türen, wie man sie seit jeher kennt. Sie sind am weitesten verbreitet und bieten zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Spricht man im normalen Sprachgebrauch von einer Tür, ist in der Regel die Anschlag- oder Drehtür gemeint, ­deren Flügel an einer Längskante des Türrahmens angeschlagen ist.

            Flügeltüren

            Flügeltüren

            Sie wünschen sich ein imposantes Raumerlebnis vom ersten Augenblick an? Zweiflügelige Türen erzielen genau diesen Effekt und sind die ideale Verbindung zwischen zwei Räumen. Mit Lichtausschnitten kommt eine extra Portion Helligkeit in Ihre Räume. 

              Schiebetüren

              Neben klassischen Drehtüren, deren Türblatt sich in den Raum hinein öffnet, gibt es platzsparende Schiebetüren, die vor der Wand oder innerhalb der Wand entlanglaufen. Ob als Türlösung in kleinen Zimmern oder als zentraler Blickfang in großen Räumen – Schiebetürsysteme sind wahre Raumwunder.

              Windfangelemente

              Windfangelemente sind die perfekte Lösung, wenn ein Raumtrenner oder ein Sichtschutz in Fluren gewünscht ist oder eine Barriere für kalte Zugluft zwischen Hauseingang und Wohnbereich benötigt wird. Werden Elemente aus Glas eingesetzt, bleiben Transparenz und Helligkeit im angrenzenden Raum bzw. im Flur erhalten.

              Schwingtüren

              Pendel- bzw. Schwingtüren sind mit speziellen Bändern versehen, welche das Öffnen des Türflügels in beide Richtungen und das anschließende Selbstschließen ermöglichen. Um die Sicherheit zu erhöhen und Kollisionen vorzubeugen, empfiehlt es sich, diese Türen in verglaster Variante zu wählen. Schwingtüren haben die höchsten Raumansprüche, weil sie im Vergleich zur üblichen Drehtür zweimal so viel Raum in Anspruch nehmen. Die meist doppelflügelige Tür hat einen Links- und einen Rechtsanschlag und schließt mittig nicht dicht ab. 

              Türblatt, Zarge & Drücker

              Gefälztes Türblatt

              Gefälztes Türblatt

              Diese Türblätter sind mit einer L-förmigen Kante versehen und liegen leicht auf dem Rahmen auf. Gefälzte Türen haben den Vorteil, dass sie den Spalt zwischen Türzarge und Türblatt abdecken und bei geschlossener Tür kaum Licht durchlassen. Der Türfalz kann eine zusätzliche Türfalzdichtung aufnehmen, die bei Türen mit höheren Schallschutz­anforderungen häufig zum Einsatz kommt.

                Stumpfes Türblatt

                Stumpfes Türblatt

                Die Innentür hat eine gerade ausgeführte Türkante und schließt ohne Falz mit dem Türrahmen ab. Das Türblatt liegt lediglich auf einer Dichtung und nicht auf dem Rahmen selbst auf. Stumpfe Innen­türen sind vor allem wegen ihres Designs beliebt. Die flächenbündige Ausführung wirkt geradlinig und klar – eine Optik, die durch die verdeckt ­liegenden Scharniere noch unter­strichen wird.

                  Zargen

                  Zargen

                  Die Türzarge, auch Türrahmen genannt, ist das Hauptelement der Türkonstruktion. Sie ist der feststehende Teil, der direkt mit der Wand verbunden ist. Die Türzarge bedeckt die Kanten der Öffnung in der Wand. Dies ist wandbündig möglich, meist ragt die Türzarge aber über das Mauerwerk hinaus.

                  Umfassungszarge

                  Die Zarge umschließt beide Wandseiten mit einem Rahmen. Hier kann sowohl ein klassisches, gefälztes als auch ein stumpfes Türblatt eingesetzt werden. Mit der Entscheidung zwischen eckiger, abgerundeter oder profilierter Optik kann man die Zarge an den Einrichtungsstil anpassen.

                  Wandbündige Zarge

                  Bei wandbündigen Zargen wird der Rahmen in die Wand eingelassen. Diese Variante wirkt besonders eindrucksvoll in Kombination mit einem stumpfen Türblatt. Das ergibt eine ebene Fläche zwischen Türblatt, Zarge und Wandfläche.

                    Drücker & Griffe

                    Rosettengarnituren

                    Rosettengarnituren decken nur die direkten Bereiche rund um den Drücker bzw. das Schlüsselloch ab. Es gibt sie in runder, ovaler und eckiger Form. Sie können entweder auf das Türblatt aufgesetzt oder flächenbündig ins Türblatt eingelassen werden.

                    Schildgarnituren

                    Schildgarnituren Das Schild, in das der Türdrücker verankert ist, deckt den Bereich um den Drücker bis rund um das Schlüsselloch ab. Die Schilde sind in rechteckigen oder abgerundeten Ausführungen erhältlich.

                    Glastürgarnituren

                    Da die meisten Glastüren lediglich als Durchgangstüren genutzt werden, sind verschließbare Schlosskästen oft nicht nötig. Für diesen Zweck genügt eine einfache Drückergarnitur. Eine große Auswahl an Formen und Oberflächen ermöglicht eine optimale Abstimmung auf die Optik des Türblattes.

                    Schiebetürgriffe

                    Griffmuscheln ermöglichen ein komfortables Auf- und Zuschieben der Schiebetür und sind bündig ins Türblatt eingelassen. Schiebetüren können auch mit Stoßgriffen ausgestattet werden. Auch die Kombination aus Stoßgriff auf der einen und Griffmuschel auf der anderen Seite ist machbar.

                    Designtrends

                    Schwarz-weiß-Kontraste

                    Weißlacktüren sind zeitlose Klassiker – seit Jahrzehnten beliebt und trotzdem immer noch voll im Trend. Jetzt bahnt sich auch die Farbe Schwarz ihren Weg ins Wohninterieur. Weiße Flächen mit tiefdunklen Details als Kontrast kommen gut an. So können Sie beispielsweise Türgarnituren und Beschläge, aber auch Glasrahmen, in Schwarz wählen und damit die Gesamtausstrahlung Ihrer Türen stilvoll beeinflussen. Auch bei Schiebetüren geht das Konzept auf. Egal ob Holz-, Glas- oder Dekortür: Laufschienen, Griffmuscheln oder -stangen in Schwarz setzen ansprechende Highlights bei der Türgestaltung.

                    Trendfarbe Grau

                    Trendfarbe Grau

                    Nicht nur Weiß und Schwarz sind momentan angesagt, auch die Mischung daraus – nämlich Grau – liegt absolut im Trend. Vor allem bei eher schlichteren Einrichtungsstilen kommt eine Tür in der Trendfarbe gut zur Geltung. Dunkle Garnituren und Beschläge ergänzen die Tür geschmackvoll.

                      Trend-Dekore im Retro-Look

                      Hier trifft der Designkult der 60er-Jahre auf moderne Farbnuancen. Dekore im Retro-Look überzeugen mit einer feinen, sehr edel wirkenden Oberfläche in Leinenstruktur, die man nicht nur sehen, sondern auch fühlen kann. Die Farbgebung reicht von hellen Tönen bis hin zum trendigen, ausdrucksstarken Dunkelgrau mit einem Wechselspiel aus weiß schimmernder Karostruktur.

                      3D-Fräsung

                      3D-Fräsung

                      Die optische Schönheit einer Innentüroberfläche erfährt durch eine haptisch erlebbare Fräsung eine dritte Dimension. Die Höhen und Tiefen in der Oberfläche reagieren auf den Lichteinfall, werfen Schatten und machen die Tür noch lebendiger.

                        Glastüren

                        Glastüren teilen Räume, ohne sie wirklich zu trennen. Sie sind ein wichtiges Element heutiger Architektur und werden als Dreh-, Schwing- oder Schiebetür eingesetzt. Für individuell gestaltete Türen wird mit keramischem ­Digital- oder Siebdruck und Rillenschliff bzw. einer Kombination aus beiden Techniken gearbeitet.

                        Rillenschliff

                        Rillenschliff

                        Dekore aus Rillenschliff verleihen Türen einen unverwechselbaren Charakter. Als Rille wird eine Fräsung bezeichnet, die in die Oberfläche des Glases eingearbeitet wird und eine besondere Lichtbrechung hervorruft. So ist eine Vielzahl unterschiedlichster Designs möglich. Eine besondere Brillanz erzeugt der Rillenschliff auf einer Siebdruck-Tür.

                          Keramischer Digital- oder Siebdruck

                          Keramischer Digital- oder Siebdruck

                          Keramische Farben werden je nach Motiv bis zu fünffarbig in die Glastüren und Glaselemente eingebrannt. Die Farben sind sehr widerstandsfähig gegen Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und Heizungswärme. Dank glatter, geschlossener Oberfläche lassen sich organische Flecken mühelos entfernen. Um die Ausdrucksstärke der Motive weiter zu verstärken, können Sie zwischen Klarglas und Weißglas wählen. Bei Klarglas behält das Glas seinen charakteristischen Grünstich. Bei Weißglas ist dieser deutlich reduzierter.

                            Leuchtende Glastüren

                            Leuchtende Glastüren

                            Bedruckt mit Farbe, Dekor oder Motiv und gleichmäßig mit LEDs beleuchtet, lässt sich eine ausgefallene Innenraumgestaltung realisieren. Die Glasschiebetür leuchtet beidseitig, auch beim Öffnen und Schließen. Mit Smartphone und Controller erfolgt die Steuerung der LEDs. Kaltweiß, Warmweiß und Mischweiß sind definierbar. Ein Farbwechsler taucht den Raum in einen stetigen Farbton oder in wechselndes Licht. Erzeugen Sie mit Lichtfarben die passende Stimmung!

                              Schaltbares Glas

                              Schaltbares Glas

                              Glasklarer Durchblick oder matte Scheibe? Mit einem intelligenten, schaltbaren Glassystem erhalten Sie beides! Das Verbundglas lässt sich der Situation entsprechend anpassen. Das funktioniert, weil zwischen zwei Glasscheiben und zwei Beschichtungen ein Liquid Crystal Polymer integriert ist. Im spannungsfreien Zustand wirkt das Element wie ein Satinatoglas. Beim Anlegen einer geringen Spannung richten sich die im Polymer eingebetteten Moleküle aus und das Element wird klar. Die Funktion kann sowohl in Raumtrenner als auch in Türen eingesetzt werden.

                                Sondertüren

                                An bestimmten „Schnittstellen“ im Haus müssen Türen Vielfältiges leisten: Sie sollen die Wärme drinnen halten, Gerüche und Lärm jedoch draußen – und auch der Brandschutz darf nicht vergessen werden! Spezielle Funktionstüren finden sich zum Beispiel zwischen Flur und Keller oder Keller und Heizungsraum. Hier stehen klar die Funktionen der Türen im Vordergrund. Systembaukästen lösen die unterschiedlichen Aufgaben zu vergleichsweise günstigen Kosten. Brand-, Rauch-, Einbruch-, Schallschutz- sowie Klimafeatures können nach Bedarf zusammengestellt werden.

                                Brand- und Rauchschutz

                                Brand- und Rauchschutztüren verhindern eine rasche Brandausbreitung und schützen die Innenräume vor Feuer und Rauch. Die Türen müssen 30 bzw. 90 Minuten lang die Anforderung der DIN 4102 erfüllen und dafür einen Eignungsnachweis erbringen. Brand-/Rauchschutz­elemente können nur als komplettes Element inklusive Zarge und ­aller Beschläge geliefert werden. Die Produktion von Brand-/Rauchschutzelementen unterliegt einer regelmäßigen Fremdüberwachung.

                                Einbruchschutz

                                Türen mit Einbruchschutz halten mechanischen Einwirkungen aufgrund ihres besonderen Aufbaus gut stand. Verstärkte Türblattkonstruktionen und Beschläge sowie einbruchhemmende Profilzylinder sorgen für den gewünschten Schutz; spezielle Schließsysteme erhöhen zusätzlich die Sicherheit.

                                Schallschutz

                                Schallschutztüren sind überall dort erforderlich, wo ein störender Geräuschpegel vorherrscht, der das Leben und Arbeiten beeinträchtigt. Sie sind in der Regel zweischalig aufgebaut. Durch die integrierte Füllung absorbieren sie Schallwellen deutlich stärker als einschalige Türen. Spezielle Akustikdichtungen zwischen Türblatt und Zarge bzw. Fußboden sorgen dafür, dass die geschlossene Tür wirklich dicht ist. Die Verbindung von Tür und Zarge ist die wesentliche Komponente, welche den geforderten Schallschutz sicherstellt.

                                Feuchtraum

                                Bei Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit durch kondensierten Wasserdampf, also in Nassraumzellen und Badezimmern, ist das Türblatt kurzfristig einer Feuchteinwirkung ausgesetzt. Spezielle Feuchtraumtüren halten derartigen Beanspruchungen stand.

                                Klimaschutz

                                Ein Türblatt muss die Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede zwischen Räumen mit unterschiedlichen Nutzungszwecken ausgleichen können, damit es nicht zum Verzug des Türblattes kommt. Die Verwendung spezieller Türblattkonstruktionen mit fest definierten und auf die unterschiedlichen Einsatzgebiete abgestimmten Eigenschaften ist notwendig.

                                Kniestock/Drempel

                                Im Kniestock/Drempel unter der Dachschräge findet sich oft ungenutzter Raum. Der Einsatz einer Kniestocktür in die Abseitenwand schafft praktische Abstellmöglichkeiten. Am Übergang zwischen beheiztem Wohnraum und kaltem Drempel ist ein wirksamer Wärmeschutz besonders wichtig.

                                Neue Norm für Brandschutztüren

                                Die Notwendigkeit zum Einbau einer Feuerschutztür ist in Deutschland bundesland­spezifisch in den Landesbauverordnungen und den dazugehörigen Verordnungen geregelt. Jede Brandschutztür wird fremdüberwacht hergestellt, normiert und zertifiziert. Nur dadurch ist sichergestellt, dass die Tür im Brandfall schützt.

                                Seit dem 01.09.2019 dürfen nur noch Brandschutztüren nach neuer Norm EN 16034 mit CE-Zeichen in Verkehr gebracht werden.

                                Mit der neuen Norm wurden die Anforderungen an Brandschutztüren und deren Prüfung noch einmal deutlich verschärft (z. B. veränderte Temperaturmessfühler und erhöhte Druckverhältnisse in der Brandkammer). Die Brandschutztür wird jetzt bei der Brandprüfung sehr viel stärker belastet als bei der Prüfung nach alter Norm DIN 4102-5. Das gewährleistet Ihnen noch mehr Sicherheit.